Willkommen im Palmenhausareal / Paradies !
Titelseite
Aktuelles
Ziele des Vereins
Geschichte
Zur Instandsetzung
Weitere Maßnahmen
Denkmalstatus
Programm + Termine
Pressespiegel
Fotogalerie
Mitglied werden
Kontakt
Impressum
Interessante Links
Gästebuch
Sitemap

 Zur Instandsetzung

 

 

Bereits 16 Jahre nach Erstellung musste die Glaseindeckung des Palmenhauses erstmals überholt werden, 1963 kam es zum weitgehenden Austausch der Holzprofile in Stahl. Um 1990 erhielt der Südgiebel eine Gewächshauskonstruktion aus Aluminium.
Wenige Jahre später wurden auch die Holzprofile der Seitenwände größtenteils in Stahl ersetzt.
Obwohl auch die aktuelle, durch das städtische Hochbauamt im Jahr 2005 durchgeführte Instandsetzung ihre Ursache im Materialverschleiß hatte – wie schon 1939 drohten Glasscheiben abzustürzen, was zur Schließung des Schauhauses führte – war die Vorgehensweise eine völlig andere. Das Palmenhaus wurde nun als schützenswertes Baudenkmal behandelt. An die Stelle des lediglich technisch motivierten Materialaustausches traten die Reparatur der Bauteile oder die bewusste Annäherung an das ursprüngliche Erscheinungsbild. Lediglich dort, wo technisch unumgänglich, wurde historische
Substanz ersetzt.

 

 

Das Palmenhaus um 2006

Das Rahmengerüst der Verglasungen konnte weitgehend erhalten und aufgearbeitet werden, darunter auch die letzten originalen Holzprofile. Indes wurde die jüngste Aluminiumkonstruktion des Südgiebels bewusst demontiert zugunsten eines Stahlgerüstes im ursprünglichen Raster, womit eine Annäherung an das historische Erscheinungsbild gelang. Wiederum lediglich instand gesetzt wurden das äußere Sichtmauerwerk und der Innenputz, selbst die historische
Heizungsanlage konnte wieder in Funktion gesetzt werden.

Bei der ohnehin nicht mehr originalen Verglasung war aus technischen bzw. wirtschaftlichen Gründen die komplette Erneuerung geboten. Dabei wurden das Kathedralglas der Dachflächen und das Klarglas der Seitenwände einheitlich durch Einscheiben Sicherheitsverglasung ersetzt. Die Lüftungsklappen der Seitenwände wurden wieder erstellt und an die noch vorhandene Mechanik angeschlossen. Die Farbgebung erfolgte auf Grundlage restauratorischer Untersuchungen und analog zu den unterschiedlichen Bauphasen.
Die originalen Holzprofile der Seitenwände erhielten die grüne Originalfassung zurück, die im Original metallsichtige Tragkonstruktion sowie die Heizungsrohre wurden in Anthrazit gestrichen, die nachfolgenden Einbauten aus Stahlprofilen in hellerem Grauton.
Das durch Niederlegung angebauter Gewächshäuser freigelegte, indes nicht auf Sicht konzipierte Außenmauerwerk wurde teilweise verputzt und entsprechend der ursprünglichen Farbgebung des Gärtnerhauses in kräftigem Ocker gefasst.

Der weitere Bestand ist durch ein differenziertes Nutzungskonzept gesichert.
Im Kopfbau – dem Gärtnerhaus – sind der Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND) und die Deutsch-Tschechische Vereinigung untergebracht.  Das eigentliche Palmenhaus steht der Öffentlichkeit, insbesondere den Bewohnern des Stadtteils Paradies, als grünes Refugium offen. Der Pflanzbestand des Schauhauses wurde dabei heutigen Bedürfnissen angepasst. Exotische Gehölze ersetzen das frühere dichte Arrangement von Staudenpflanzen, wobei die Nutzung als Kalthaus unverändert blieb.


von Ilse Friedrich, Elke Bork, Angelika Merk, Frank Mienhardt, Anja Rothöhler (2009)


 

Planentwurf zur Gestaltung des Palmenhausareals
Zeichnung: Manfred Heier

 

Förderverein Palmenhausareal / Paradies Konstanz e.V. Konstanz  | info@palmenhaus-konstanz.de